Die IGS Gifhorn erhält Auszeichnung "Umweltschule in Europa"

Die Auszeichnung "Umweltschule in Europa" wurde der IGS Gifhorn für ihr besonderes Engagement zur nachhaltigen Verbesserung der Schulwelt verliehen.

Ein Schultag der anderen Art: Umwelttag an der IGS Gifhorn

Am 28.09.2018 ging es nicht um Matheaufgaben oder Grammatikübungen in Deutsch, sondern darum, dass Umweltbewusstsein zu stärken. Als Anlass für den ersten Umwelttag der IGS Gifhorn bot sich die Auszeichnung als "Umweltschule in Europa" aus dem vergangenen Jahr. Vor allem Schülerinnen und Schüler der Wahlpflichtkurse „Nachhaltige Schule“ aus Jahrgang 9 und 10 sowie „Schülerfirma“ aus Jahrgang 10 planten und organisierten den Tag. Verschiedene Projekte wurden in der Schule und in den Kassen rund um das Thema „nachhaltige Ressourcennutzung“ veranstaltet.

Unterschiedliche Mitmach-Stationen und Probierstände wurden im Ganztag vorbereitet. Hier konnte man unteranderem einen Fragebogen zur Auswertung seines ökologischen Fußabdrucks auf der Erde machen. Am Ende ergab die Punkteanzahl vieler Schülerinnen und Schüler, dass, wenn alle Menschen der Erde so leben würden, wie die einzelnen Personen, die den Test gemacht haben, zwei bis drei Erden benötigt werden würden. An einem anderen Stand konnte man fair produzierte Schokolade probieren. Anschließen sollte der Geschmack mit Schokolade aus einem nicht nachhaltigen Anbau verglichen werden. Zudem konnten Fair-Trade-Produkte erworben werden. Wie fühlt sich fair produzierte Kleidung an? Auch diese Frage könnte an einem Stand beantwortet werden. Dort sollte nur durch anfassen festgestellt werden, welches Oberteil kostengünstig produziert wurde und welches mit hohen Kosten in Verbindung steht. Papierschnipsel, Wasser, eine Rolle oder Nudelholz und ein Tuch. Das braucht man, um Papierrecycling in einem Versuch darzustellen. Beobachten konnte man das an einer der Mitmach-Stationen. Am Stand nebenan hatten Schüler eine kleine Solarzelle, zum Laden ihres Handys, gebaut. Des Weiteren konnten an einer Tauschbörse Gesellschaftsspiele, Bücher und Spielzeuge getauscht werden.

In den Klassen wurde sich mit unterschiedlichen Themen auseinandergesetzt. Der zehnte Jahrgang informierte sich über Mikroplastik und Müllberge in den Ozeanen. Auch der neunte Jahrgang schaute sich etwas zu Mikroplastik an. Hierbei lag das Hauptaugenmerk auf Kosmetikprodukten. Die unteren Jahrgänge gingen in verschiedenen Routen, in der Umgebung, rund ums Schulgelände, Müllsammeln. Danach sortierte jede Klasse ihren Müll und wertete ihn aus. Das Ergebnis: Es liegt zu viel Müll auf dem Boden. Am meisten lagen Zigarettenstummel an der Erde. Mehrere Schüler hat dies sehr überrascht, weil sie auch im Wald viele Zigaretten fanden. Plastik als Verpackungen von Süßigkeiten und Pfandflaschen belegten den zweiten Platz bei der Auswertung. Darauf folgten Restmüll, Papier und Glas in abfallender Reihenfolge. Unter anderen beschäftigte sich der siebte Jahrgang mit der Frage, was der Treibhauseffekt ist und was der Klimawandel damit zu tun hat. Im Anschluss wurden Vorschläge gesammelt damit nicht so viele Treibhausgase produziert werden. Die sechsten Klassen kamen schnell zu dem Schluss, dass die Mülltrennung viel besser klappen muss und das nicht nur in der Klasse, sondern auch auf dem restlichen Schulgelände und im Gebiet rund um die Schule. In allen Klassen entstanden viele Ideen zur Vermeidung von Müll und besseren Bewusstseins für die Umwelt. Dies war besonders in den fünften Klassen zu spüren.

Der Direktorstellvertreter Carsten Heidenreich lobte das Arrangement der Schüler und Lehrer. Als Beispiel für die bereits erhaltenen Auszeichnungen, nannte er den achten Platz bei dem Wettbewerb "Heimatkunde - Eure Stadt, eure Ideen" 2016, des Wahlpflichtkurs Gesellschafts-wissenschaften des damals 7. Jahrgangs. Außerdem bat er noch um eine Unterschrift der Petition, für die Anschaffung von gelben Tonnen. Die IGS Gifhorn möchte sich somit gemeinsam für die ordnungsgemäße Entsorgung von Plastik stark machen. Der Gesamtschuldirektor Peter Mende wünscht sich eine erneute Verleihung des Titels "Umweltschule in Europa" und sieht den jetzigen Umwelttag als wichtigen Schritt dafür. Zudem möchte er weiterhin das Allgemeine Bewusstsein für die Umgebung stärken. Er betonte, dass es nicht der letzte Umwelttag der IGS Gifhorn sein wird

Von Rebecca Witt

Die IGS Gifhorn wurde nach einem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Klimaschutzprogramm mit dem Ziele der CO2-Reduzierung saniert. Die Maßnahmen betreffen die gesamte Innenbeleuchtung, die gem. Energiesparverordnung hergestellte Gebäudehülle und die Lüftungstechnische Anlage mit Energierückgewinnung nebst modernster Regel- und Steuerungstechnik.

 

Projektträger:

Forschungszentrum Jülich GmbH(FZJ), Klimaschutz

Postfach 610247

10923 Berlin



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